Ausgangssituation

 

Für die inhaltliche Konzeption und die Entwicklung unseres digitalen Kompetenzmodells wurden bis heute mehr als 90 Studien und Veröffentlichungen ab 2014 ausgewertet. Hierzu wurde das gesamte Themenfeld Arbeit 4.0 mit einbezogen, auch wenn sich die Studien auf Industrie 4.0 beschränkten.

Darüber hinaus waren wir auf 5 Kongressen zum Thema 4.0 und haben unzählige Gespräche mit Experten aus Wissenschaft und Unternehmenspraxis geführt.

 

Gewonnene Erkenntnisse:

Bezüglich der Qualifizierung von Belegschaften ist es wichtig, die bestehenden Angebote in der Aus- und Weiterbildung im Hinblick auf Industrie 4.0 konzeptionell aufeinander zu beziehen und inhaltlich in Richtung Digitalisierung zu erweitern. … Vor diesem Hintergrund gilt es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen für Industrie 4.0 zu sensibilisieren sowie bedarfsspezifische Angebote in der Aus- und Weiterbildung zu etablieren.

Wie sich die Veränderungen auf Qualifikationen und den Arbeitsmarkt in Deutschland auswirken werden, kann derzeit noch nicht abschließend vorhergesagt werden.

Wie stark sich dabei die Digitalisierung allerdings als Substituierungstechnologie auf die menschliche Arbeit auswirken kann, zeigen die Untersuchungen des IAB unter dem Titel „Folgen der Digitalisierung für die Arbeitswelt: Substituierbarkeitspotenziale von Berufen in Deutschland / Katharina Dengler; Britta Matthes. – Nürnberg, 2015 auf.

Auch in der Frage, welche Qualifikationen und Kompetenzen zukünftig bei Arbeit 4.0 von den Beschäftigten benötigt werden, gehen die Meinungen noch sehr auseinander.

In einer gemeinsamen Presseinformation von Gesamtmetall, VDMA, ZVEI und IG Metall vom 31.03.2017 heißt es zur zu Aus- und Fortbildung: „… Ausbildung und Fortbildung in der Metall- und Elektro-Industrie müssen aktualisiert werden, damit sie auch für die Welt von Industrie 4.0 passen …“ Für weitergehende Anforderungen in einzelnen Berufen sollen Zusatzqualifikationen vorgesehen werden.

Fazit: Die Studien zeigen, dass eine pauschalierte Aussage zum Thema Beschäftigung und Qualifizierung vor dem Hintergrund der Digitalisierung der Arbeit nicht zielführend ist. Dies bedeutet für uns allerdings nicht, unter dem Hintergrund einer sehr dynamischen und nicht vorhersehbaren Entwicklung in der digitalen Transformation untätig zu bleiben.

Die Mypegasus GmbH hat daher die Initiative 4.Q – „Präventive Qualifizierung für die digitale Transformation“ beschlossen, innerhalb derer DIGIT US einen wichtigen Baustein darstellt und Qualifizierung eben auch als präventives Instrument gegen Jobabbau und Arbeitsplatzverlust einsetzt.

DIGIT US wird damit zur Schutzimpfung für Mitarbeiter und Unternehmen gegen negative Entwicklungen am Arbeitsmarkt, die durch Digitalisierung entstehen können.